Wie wird das Grundwasser geschützt?
Der Schutz von Grund- und Trinkwasser hat oberste Priorität
Das Grundwasser im Abstrom der Deponie Feldreben wird seit Jahren kontinuierlich überwacht. Geeignete Massnahmen stellen bisher und künftig sicher, dass die Belastung des Grundwassers durch die ehemalige Deponie keine Gefährdung für das Trinkwasser darstellt.
Im Bereich der Deponie Feldreben wird das Grundwasser seit 2004 regelmässig analysiert. Dazu misst man im sogenannten Abstrombereich – d.h. wo das Grundwasser unter der Deponie wegfliesst –, welche Schadstoffe in welcher Konzentration aus der Deponie ins Grundwasser gelangen.
Gleichzeitig wird im Abstrombereich des Sanierungsperimeters Grundwasser abgepumpt. In angrenzenden Gebieten wird das Grundwasser wiederum durch Versickerung von Rheinwasser angereichert. Der dadurch entstehende sogenannte Grundwasserberg hat den positiven Effekt, dass er unter den gegebenen hydraulischen Randbedingungen wirksam ein Zuströmen von belastetem Grundwasser in die Trinkwasserfassung verhindert.
Von der Deponie geht unter den gegebenen Bedingungen keine Gefährdung des Trinkwassers aus. Die Sanierung wird sicherstellen, dass eine solche Gefährdung auf Dauer ausgeschlossen werden kann.
Wie funktionieren die Sicherungsbrunnen?
Bevor die Sanierung beginnt, werden bestehende Grundwassermessstellen auf und direkt neben dem Areal zu sogenannten Sicherungsbrunnen ausgebaut. Es werden zudem weitere Sicherungsbrunnen an genau festgelegten Stellen auf dem Areal installiert. Diese stellen sicher, dass kein belastetes Grundwasser vom Standort abfliesst.
Bereits vor dem Teilaushub können keine relevanten Grundwasserbelastungen mehr den Standort verlassen. Die Sicherungsbrunnen werden während der gesamten Dauer der Sanierung betrieben.
Weitere Massnahmen zur Sicherung
Mit den folgenden weiteren Massnahmen sichern wir das Grundwasser während der Sanierung:
Technische Sicherungen: Bauliche Barrieren wie Spund- und Bohrpfahlwände verhindern das Eindringen von Sickerwasser und auch das Austreten von Schadstoffen aus dem Deponiekörper.
Begleitende Fachkontrolle: Die Fachbauleitung, bestehend aus Experten aus allen relevanten Wissensgebieten, überwacht alle Arbeiten.
Notfallkonzept: Für den Fall eines unerwarteten Ereignisses während der Sanierung verfügt die Projektorganisation über einen Notfallstab.
