Sanierungsvorhaben Deponie Feldreben

Wie entstand die Deponie Feldreben?

Geschichte der Deponie Feldreben

Die Deponie Feldreben war ursprünglich eine Kiesgrube, die zwischen 1930 und 1967 mehrheitlich mit Siedlungsabfällen aufgefüllt wurde. Auch die chemische Industrie deponierte zwischenzeitlich entsprechend den damaligen Genehmigungen Abfälle am Standort.

Die Entstehung der Deponie

Erste Hinweise auf den Kiesabbau stammen aus dem Jahr 1918. Zwischen 1930 und 1967 wurde die Grube mit Aushub, Bauschutt, Hauskehricht, Gewerbe- und Industrieabfällen aufgefüllt. Zwischen 1940 und 1957 deponierte auch die chemisch-pharmazeutische Industrie Abfälle auf der Deponie Feldreben. Dies entsprach den damaligen Genehmigungen.

Das Gelände war bis in die 1960er-Jahre offen und unbebaut, so dass durch Regen wasserlösliche Schadstoffe aus dem abgelagerten Deponiegut ausgewaschen wurden und sich nun im darunter liegenden Fels befinden.

Geschichte der Deponie
Häufige Fragen, Sanierung Deponie Feldreben

Aus der Deponie wird Gewerbegebiet

Nach der Deponieschliessung wurde das Areal überbaut und als Gewerbegebiet genutzt. Ende der 1960er-Jahre entstanden ein Lastwagenterminal und später auch Hallen als Gewerbegebäude. Im Hinblick auf das Sanierungsvorhaben wurden die oberirdischen Gebäudebestandteile 2024 bereits zurückgebaut.

Die Deponie umfasst eine Fläche von ca. 46’300 Quadratmetern. Umgerechnet entspricht das knapp sieben Fussballfeldern. Experten schätzen den Anteil der eingelagerten Chemieabfälle auf rund ein bis zwei Prozent des Gesamtvolumens der ehemaligen Deponie. Durchschnittlich beträgt die Mächtigkeit der Deponie heute 10 bis 15 Meter, lokal sind es bis über 20 Meter.

Sanierungsvorhaben

Projektorganisation

Das Sanierungsvorhaben nimmt Form an

Die ehemalige Deponie und ihre Inhalte wurden im Jahr 1998 wieder aktuell. In diesem Jahr trat in der Schweiz die Altlasten-Verordnung in Kraft.

Ab 2001 wurde der Standort Feldreben unter der Leitung der Einwohnergemeinde Muttenz umfangreich historisch und technisch untersucht. Die Untersuchung ergab, dass das Grundwasser im direkten Abstrombereich der Deponie verunreinigt ist. Die von der Deponie ausgehende Grundwasserbelastung stellt unter den gegebenen hydraulischen Randbedingungen keine Gefährdung von Trinkwasserfassungen dar.

2008 hat das Amt für Umweltschutz und Energie des Kantons Basel-Landschaft (AUE) die ehemalige Deponie Feldreben als belasteten Standort mit Sanierungsbedarf eingestuft. Ein Jahr später erwarb der Kanton Basel-Landschaft einen Grossteil der Parzelle.

Weiter zur Projektorganisation

Ein Projekt mit vielen Anforderungen

Im Jahr 2010 schlossen sich Verursacher, betroffene Grundeigentümer, der Kanton Basel-Landschaft als Träger von Ausfallkosten, die Gemeinde Muttenz und der Kanton Basel-Stadt zum «Konsortium Sanierung Feldreben» zusammen. Das Projekt zur Sanierung der Deponie Feldreben wurde ausgearbeitet und beim AUE BL zur Genehmigung eingereicht. 2016 verfügte das AUE BL die Sanierung. Dagegen wurden mehrere Beschwerden erhoben. Es folgten Rechtsstreitigkeiten, die zur Auflösung des ersten Konsortiums führten und zur Folge hatten, dass das Sanierungsvorhaben zwischenzeitlich nicht weiterverfolgt werden konnte.

Das aktuelle Sanierungsvorhaben

Im Jahr 2023 erfolgte ein wichtiger Schritt: Dank der neuen Kooperationsvereinbarung III konnte das Sanierungsvorhaben nun vorangetrieben werden. Die neue Vereinbarung erhielt auch breite politische Unterstützung, nicht zuletzt durch die Gemeindeversammlung Muttenz. Seit 2024 wird an der Umsetzung des Sanierungsvorhabens gearbeitet.

Ablauf der Sanierung