Medienmitteilung: Sanierung der Deponie Feldreben in Muttenz wird greifbar 

Die Sanierung der ehemaligen Siedlungsabfalldeponie Feldreben in Muttenz tritt in eine neue Phase: Dieses Jahr beginnen die planerischen Arbeiten zur Vorbereitung der Sanierungsmassnahmen. An einer öffentlichen Veranstaltung vom 2. März 2026 informierte das verantwortliche Projektkonsortium aus den beiden Basler Kantonen, Industrie und Gemeinde Muttenz über den Stand des langjährigen Vorhabens.

«Wir freuen uns, dass wir dank der konstruktiven Zusammenarbeit aller Partner nun endlich dieses für Muttenz bedeutende Umweltprojekt in Angriff nehmen können», sagte Franziska Stadelmann, Gemeindepräsidentin von Muttenz, anlässlich der Orientierung in der FHNW Muttenz. 

Ziel: dauerhafte Beseitigung schädlicher oder lästiger Einwirkungen 

Die Sicherheit von Mensch und Umwelt auf und im Umfeld der Baustelle steht bei der Sanierung an erster Stelle. Da das Vorhaben in einem belebten Quartier mit Wohnungen, Schulen und Gewerbe stattfindet, werden die Sanierungsmassnahmen unter strengen Auflagen stattfinden. Das Amt für Umweltschutz und Energie des Kantons Basel-Landschaft (AUE BL) überprüft als zuständige Aufsichtsbehörde deren Einhaltung. 

Das Ziel der Sanierung ist klar definiert: «Schädliche oder lästige Einwirkungen» sowie deren mögliche Folgen sind gemäss der Sanierungsverfügung dauerhaft zu beseitigen. Mit geeigneten Massnahmen werden die Verunreinigungen im Grundwasser so weit entfernen, dass die gesetzlichen Vorgaben jederzeit und dauerhaft eingehalten werden. Spätestens nach 50 Jahren muss der Standort so saniert sein, dass keine weiteren Massnahmen mehr notwendig sind. 

Präzise Daten für wirksame Abstromsicherung, Grundwasserbehandlung und Teilaushub  

Ab 2027 erfolgen ausführliche Sanierungsuntersuchungen als Grundlage für die Detailplanung und Genehmigung der anschliessenden Massnahmen. Im Jahr 2027 wird das bestehende Netz an Messstellen durch zusätzliche Bohrungen rund um das Sanierungsgebiet erweitert. Die Sanierungsuntersuchungen beinhalten unter anderem zusätzliche chemische Analysen des Grundwassers und Bohrproben sowie Messungen zur Modellierung der Grundwasserströme.  

Die Sanierung der ehemaligen Deponie erfolgt anschliessend in zwei Teilen. Einerseits wird während ca. 20 Jahren das belastete Grundwasser unter der Deponie fortlaufend abgepumpt und gereinigt. Dies, um das von dort wegfliessende Grundwasser zu sichern und Schadstoffe zu entfernen. Parallel dazu werden zudem die sanierungsrelevanten Bereiche der Deponie ausgehoben und andernorts fachgerecht entsorgt. Dieser Teilaushub findet in einer speziell dafür aufgebauten Halle statt. 

Breite Trägerschaft sichert Finanzierung und Umsetzung 

Hinter dem Projekt steht ein Konsortium aus öffentlicher Hand und Industrie. «Zum Konsortium gehören Unternehmen der Industrie, die Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt sowie die Einwohnergemeinde Muttenz», erklärte Dr. Roger Rütti, Gesamtprojektleiter.  

Die Kosten für das Sanierungsvorhaben wurden auf 282 Mio. Franken veranschlagt, mit einer Kostengenauigkeit von ± 30%. Die Konsortialpartner tragen die Kosten gemäss dem in der Kooperationsvereinbarung festgelegten Kostenteiler. Da auf der Deponie Feldreben zu einem wesentlichen Teil Siedlungsabfälle abgelagert worden sind, gewährt der Bund VASA-Abgeltungen in der Höhe von 40% der anrechenbaren Kosten. 

Dialog mit der Öffentlichkeit 

Wie der Gesamtprojektleiter am Informationsanlass betonte, legen alle involvierten Partner grossen Wert auf eine aktive und offene Kommunikation. Anwohnende und Interessierte werden vom Projektteam über Fortschritte und Neuigkeiten informiert und sind eingeladen, ihre Fragen und Anliegen den Verantwortlichen gegenüber direkt anzusprechen. Sämtliche Kontaktmöglichkeiten sind auf der Projektwebsite www.feldreben.ch beschrieben. 

Eine Dialoggruppe fungiert zudem künftig als primäre Schnittstelle zwischen der Gesamtprojektleitung, der Öffentlichkeit und den zuständigen Behörden. Teilnehmen können Einzelpersonen, insbesondere solche aus der Gemeinde Muttenz oder mit direkter Betroffenheit durch das Projekt, sowie Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen. Eine externe Moderation begleitet die Treffen. Die erste Sitzung der Dialoggruppe wird am 20. April 2026 stattfinden. 

Hintergrund: vom Kiesabbau zur Sanierung 

Die ehemalige Kiesgrube Feldreben wurde zwischen ca. 1930 und 1967 mit Aushub, Bauschutt, Hauskehricht, Gewerbe- sowie Industrieabfällen und bis 1957 – damals rechtskonform – auch mit Abfällen aus der chemischen Industrie verfüllt. Experten schätzen den Anteil der Chemieabfälle auf rund ein bis zwei Prozent des Gesamtvolumens. Anschliessend wurde das Areal überbaut.  

Nachdem das Amt für Umweltschutz und Energie des Kantons Basel-Landschaft den Standort 2008 als sanierungsbedürftig eingestuft hatte, folgten wiederholte technische Untersuchungen und Verhandlungen zur Umsetzung des Vorhabens. Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung im Jahr 2023 und der Gründung des nun verantwortlichen Konsortiums war der Weg für die Sanierung frei. Seit 2024 wird das Vorhaben für die Realisierung vorbereitet. Unter anderem wurden die oberirdischen Bestandteile der Gebäude auf dem Areal bereits zurückgebaut.  

Medienkontakt: Dr. Roger Rütti, Gesamtprojektleiter, T 079 923 98 47, info@feldreben.ch 

Über das Konsortium und die Sanierung der Deponie Feldreben 

Das Konsortium Sanierung Deponie Feldreben ist die Trägerschaft für die Sanierung der ehemaligen Deponie Feldreben in Muttenz. In ihm haben sich die Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt, die Einwohnergemeinde Muttenz sowie beteiligte Unternehmen und Grundeigentümer zusammengeschlossen, um ihre gemeinsame Verantwortung wahrzunehmen. Das Konsortium trägt die strategische Gesamtverantwortung für die Planung, Finanzierung und Umsetzung der Sanierung. Oberstes Ziel des Konsortiums ist die nachhaltige Beseitigung der Altlasten unter Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards für Mensch und Umwelt. Weitere Informationen: www.feldreben.ch 

Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie unsere Website weiter besuchen können. Wir verwenden Cookies und andere Technologien auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern. Personenbezogene Daten können verarbeitet werden (z. B. IP-Adressen), z. B. für personalisierte Anzeigen und Inhalte oder Anzeigen- und Inhaltsmessung. Weitere Informationen über die Verwendung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Mehr Infos