Sanierungsvorhaben Deponie Feldreben

Was ist der Zeitplan?

So läuft die Sanierung ab

Das Generationenprojekt zur Sanierung der Deponie Feldreben erfolgt in zwei Modulen. Dabei wird einerseits das Grundwasser unterhalb der Deponie gepumpt und gereinigt, und andererseits erfolgt ein gezielter Teilaushub.

Die Sanierung der ehemaligen Siedlungsabfalldeponie Feldreben richtet sich nach verschiedenen gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach der Altlasten-Verordnung. Diese gibt klare Kriterien für die Erfassung, Untersuchung, Beurteilung und Sanierung von belasteten Standorten vor. Jedes Modul und jede Sanierungsmethode wird vom Amt für Umweltschutz und Energie des Kantons Basel-Landschaft bewilligt und überprüft.

Controlling Konzept, Organigramm, Sanierung Deponie Feldreben

Projektorganisation

Aufbau der Projektorganisation

Seit 2024 wird das Sanierungsvorhaben Feldreben geplant und dessen Umsetzung vorbereitet. Die Basis dafür ist die Sanierungsverfügung. Weiter dienen verschiedene Messkampagnen und Gutachten, die seit 2001 laufend erweitert oder ergänzt wurden, als Grundlagen. Im Herbst 2025 wurde die Planungsgemeinschaft Feldreben CH unter der Federführung der CSD Ingenieure AG als Generalplaner gewählt und beauftragt, die Ausführungsplanung des Sanierungsvorhabens unter Berücksichtigung sämtlicher Auflagen zu entwickeln.

Mehr zur Organisation

Bewilligungen

Genehmigungsphase und Vergabe an Spezialfirmen (2026)

Das Sanierungsvorhaben erfordert eine Vielzahl von amtlichen Bewilligungen. Diese liegen voraussichtlich im Jahr 2026 vor. Bis Ende 2026 sollen im Rahmen von öffentlichen Beschaffungen auch die Spezialunternehmen ausgewählt werden, die die eigentlichen Sanierungsarbeiten ausführen werden.

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Aktuelles, Sanierung Deponie Feldreben

Sanierungsuntersuchungen

Zusätzliche Messungen des Schadstoffvorkommens und der Grundwasserströme (ab 2027)

2027 starten ausführliche lokale Sanierungsuntersuchungen. Diese bilden die Grundlage für die Detailplanung und Genehmigung der Sanierungsmassnahmen der anschliessenden Module A und B. Die umfangreichen Sanierungsuntersuchungen beinhalten unter anderem erweiterte chemische Analysen des Grundwassers und Messungen zur Modellierung der Grundwasserströme.

Im Rahmen der Sanierungsuntersuchungen wird das bestehende Netz von Messstellen im Jahr 2027 um neue Bohrungen rund um den Sanierungsperimeter ergänzt. Zusätzliche Proben werden aus dem Deponiekörper entnommen und auf Schadstoffe analysiert. Dadurch gewinnen wir weitergehende Erkenntnisse, wie die Belastungen verteilt sind. Die Analysen sind die Basis, um die Aushubbereiche und die Entsorgungswege zu definieren.

Grundwasser

Modul A: Abstromsicherung und «Pump & Treat»

Behandlung und Sicherung des Grundwassers

Modul A umfasst die Abstromsicherung und Behandlung des Grundwassers. Es beginnt nach Abschluss der Sanierungsuntersuchungen und Vorliegen der Baugenehmigung. Bei der Grundwasserbehandlung im sogenannten «Pump & Treat»-Verfahren handelt es sich um eine bewährte Sanierungsmethode. Sie wurde in vielen Projekten angewendet. Entsprechend gibt es viele Erfahrungswerte in Bezug auf dieses Verfahren.

«Pump & Treat» bedeutet, dass Grundwasser unterhalb der Deponie mittels Grundwasserbrunnen gefördert («pump») und im Anschluss behandelt, d.h. von Schadstoffen gereinigt wird («treat»). Die Grundwasserbehandlung hat grundsätzlich zum Ziel, Schadstoffe im tieferliegenden Fels zu entfernen. Dies geschieht in einer eigens dafür installierten mehrstufigen Abwasserreinigung. Die Qualität des gereinigten Wassers wird durch regelmässige Proben kontrolliert, bevor es in den Vorfluter eingeleitet wird.

Voraussichtliche Dauer der Massnahme: ca. 20 Jahre

Modul B: Teilaushub

Aushub von Deponiegut

Der sogenannte Teilaushub erfolgt parallel zur Abstromsicherung und Grundwasserbehandlung («Pump & Treat»). Dabei werden gezielt jene Teile der eingelagerten Abfälle ausgehoben, die besonders belastet sind.

So läuft der Teilaushub ab

Vor dem Aushub werden die Böschungen der Baugrube mit Spundwänden oder einer sogenannten überschnittenen Bohrpfahlwand gesichert. Diese Massnahmen verhindern, dass Wasser in die Grube ein- oder ausfliessen kann.

Anschliessend werden die sanierungsrelevanten Bereiche ausgehoben. Der Teilaushub findet in einer kontrollierten Atmosphäre in einer speziell dafür aufgebauten Halle statt. In dieser herrscht Unterdruck, sodass keine Luft entweichen kann. Die Abluft wird mit Aktivkohlefiltern gereinigt, bevor sie die Halle verlässt.

Das ausgehobene Material wird analysiert, sortiert und gesetzeskonform entsorgt. Stark belastetes Material wird per Schiff oder Bahn in speziellen Containern nach Deutschland, Belgien und in die Niederlande transportiert und dort in darauf spezialisierten Anlagen bei sehr hohen Temperaturen verbrannt. Das restliche Material wird in der Schweiz verwertet und entsorgt.

Nach Abschluss des Teilaushubs wird die Grube entsprechend den geltenden Gesetzen ausschliesslich mit unverschmutztem Aushub- und Ausbruchmaterial aufgefüllt und das Gelände wieder hergestellt.

Dauer des Aushubs: ca. 7 Jahre

Projektabschluss und Nachsorge

Das zentrale Element der Nachsorge ist die Überwachung des Grundwassers im direkten Abstrombereich der Deponie. Das Amt für Umweltschutz und Energie des Kantons Basel-Landschaft wird basierend auf dem Bericht zur Erfolgskontrolle gemäss Altlasten-Vorsorge über weitere Massnahmen entscheiden. Das Sanierungsvorhaben kann erst dann abgeschlossen werden, wenn die Konzentrationen der relevanten Schadstoffe auch ohne technische Massnahmen dauerhaft unter den definierten Sanierungszielwerten verbleiben.

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